Flugreise nach Bulgarien /Bulgarische Riviera


Nachfolgend detaillierte Informationen und Impressionen
einer Rollstuhlreise (Sommer 2004) nach Bulgarien in das

Iberostar Obzor Beach & Izgrev Animation Blinkender SternAnimation Blinkender SternAnimation Blinkender SternAnimation Blinkender Stern  am Goldstrand.
Animation Mädchen im Pool

Die folgenden Bilder sind allesamt Vorschaubilder, sogenannte "Thumbnails"!

(Um Details in einer vergrößerten Darstellung sehen zu können, bitte einfach das jeweilige Foto anklicken. Aus Rücksichtnahme auf Besitzer langsamerer Modems, sind die Fotos nicht in höchster Auflösung dargestellt).



Flugtransfer Hotelanlage Hotelzimmer Hotelpool Promenade Strand Unterwegs  

 

Flugtransfer

 
Über den Karpaten Auf nach Osteuropa!

Einmal nachschauen, wie es im aufstrebenden Reiseziel Bulgarien (hier: Der Goldstrand im Norden) um die Rollstuhlfreundlichkeit bestellt ist...

 

  Flughafen-Transport!

Da ausfahrbare Fluggastbrücken auf dem Flughafen Varna nicht vorhanden sind und der Flug somit auf dem Rollfeld endet, erfolgt die Abholung per Spezialfahrzeug mit Heberampe.

Das Hilfspersonal ist freundlich und bemüht, scheint aber (mangels Masse?) nicht sehr erfahren im Transport von Rollstuhlfahrern zu sein. Die eingesetzten Hilfsmittel (z.B. ein Flugzeugtragestuhl ohne Gurte) sind nicht die modernsten, erfüllen aber ihren Zweck.

Spezialfahrzeug mit Heberampe

Gepäckausgabe im Flughafen Varna Der Flughafen in Varna!

Der Flughafen Varna ist klein und setzt daher nur kurze Wegstrecken voraus.

Treppen oder Stufen sind auf dem Weg zur Gepäckausgabe oder dem Ausgang nicht zu bewältigen. Das Flughafenpersonal ist aufmerksam und bietet unaufgefordert Hilfestellung an.

Ein kleines Trinkgeld wird erwartet, aber nicht eingefordert.

 

  Passkontrolle!

Weil Bulgarien (noch) nicht zur EU gehört, ist für die Einreise ein Reisepass erforderlich, der noch mindestens 6 Monate gültig ist! Personalausweise werden nicht akzeptiert.

Der Durchgang der Passkontrolle ist auch für einen großen Rollstuhl/E-Rollstuhl breit genug.

Die Passkontrolle

Behinderten-WC im Flughafen Varna Behinderten-WC im Flughafen Varna!

Etwas versteckt (d.h. leider nicht ausgeschildert), gibt es im Abflugbereich ein Behinderten-WC. Im Ankunftsbereich haben wir kein entsprechendes WC entdecken können.

Das WC ist geräumig und verfügt über zahlreiche Haltevorrichtungen. Vorbildlich!

 

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Hotelanlage

 
Haupteingang Obzor Beach Die Hotelanlage Iberostar Obzor Beach & Izgrev Animation Blinkender SternAnimation Blinkender SternAnimation Blinkender SternAnimation Blinkender Stern

Die Hotelanlage besteht aus zwei zusammenhängenden Hotels (Obzor Beach, bzw. Izgrev).

Die Eingänge zu beiden Hotels verfügen über Rampen, die etwas steil, aber zu bewältigen sind. Der weitere Zugang zu den Hotellobbys ist jeweils schwellenlos ebenerdig.

Was aber leider fehlt, ist ein Behinderten-WC im Lobby-Bereich.

Haupteingang Izgrev

  Landblick ohne Ausblick!

Die Zimmer zur Landseite hin sind meist deutlich billiger als diejenigen mit Meerblick... das hat seinen Grund:
Die Landseite bedeutet einen Ausblick auf einen bewaldeten Hang... mit einer davor liegenden (Tag und Nacht befahrenen) Zugangsstrasse für Reisebusse und einen stark frequentierten Parkplatz!

Nicht unbedingt eine "ruhige Lage" für sparsame Urlauber.

Ausblick zur Landseite

Rezeption des Obzor Beach Die Rezeptionen!

Die Rezeptionen beider Hotels sind ähnlich:
Leider etwas zu hoch für einen Rollstuhlfahrer, um selbst die Formulare ausfüllen zu können.

Neben den Rezeptionen befinden sich jeweils die Mietsafes - auf den Zimmern gibt es keine - sowie Geldwechselstuben.

Ein Tipp:
Die Wechselkurse unterscheiden sich häufiger in den beiden Hotels, so dass sich ein Vergleich durchaus lohnen kann.

 

  Der Innenbereich!

Der Innenbereich ist grundsätzlich ebenerdig, vorhandene Treppen werden durch steile Rampen überbrückt, die Hilfestellung erfordern.

Der Weg zu den Hotellifts ist ebenfalls ebenerdig, leider sind vorher aber etwas schwergängige Schwingtüren zu bewältigen.

Der Weg zur Panorama-Bar im Obergeschoss des Izgrev, endet nach dem Ausstieg aus dem Lift abrupt vor einer unüberwindlichen vielstufigen Treppe, Alternativen gibt es leider nicht.

Rampe im Innenbereich

<Foto folgt...!> Hotel-Lifts!

Bei den Lifts gibt es zwei Arten:
a) moderne (im Izgrev allgemein; im Obzor Beach der Lift zum Izgrev-Pool)
b) ältere (im Obzor Beach der Hauptlift), die nicht durchgängig ebenerdig zum Ausstiegsbereich halten und die eine nur sehr kurze Einstiegszeit aufweisen.

Die gelegentliche Gefahr "eingequetscht" zu werden, lässt sich dann nur mit Brachialgewalt (Mensch gegen Türschließmechanismus) unterbinden.

 

  Speisesaal!

Es gibt einen riesigen zentralen Speisesaal in der Mitte des Hotelkomplexes (im 2.Stock), der per Lift zu erreichen ist. Die abwechslungsreichen Buffets sind ausreichend niedrig angebracht.

Rollstuhlfahrern wird auf Anfrage beim freundlichen Restaurantpersonal ein freier Tisch im gut zugänglichen Randbereich kostenlos reserviert.

Die wenigen Tische auf der »Sonnenterrasse« im Freien sind aus Platzgründen (zu wenig Platz zum Rangieren) nicht zu empfehlen.

Der zentrale Speisesaal

Der zentrale Animationsraum Animation!

Die interne Hotelanimation findet zentral in einem kleinen Animationsraum im Izgrev statt.

Dieser ist aber fast immer dermaßen überfüllt, dass man es mit Rolli schwer hat einen brauchbaren Platz zu bekommen.

Die externe Animation (z.B. Bogenschießen) findet an einem mit Rollstuhl nicht zugänglichen Strandabschnitt statt. Lediglich das tägliche Bingo-Spiel am Izgrev-Pool ist auch per Rolli zu erreichen.

 

  Fitness!

Die Hotels haben einen zentralen spärlichen Fitnessraum (im Izgrev), der aber per Lift nicht erreichbar ist.

Nur über eine vielstufige Treppe gelangt man zum Fitnessraum im Untergeschoss, bzw. zum Wellness-Bereich.

Der spartanische Fitnessraum

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Hotelzimmer

 
Ein Standard-Doppelzimmer Ein Standard-Doppelzimmer!

Ein Standard-Doppelzimmer ist geräumig und mit einer kleinen Sitzecke ausgestattet... hat aber einen kleinen »Schönheitsfehler«:
Der Durchgang zwischen dem unbeweglichen Schreibtisch und Bett ist nur ca. 50 cm breit. Nur wenn man die beweglichen Betten an die seitliche Zimmerwand rückt, lässt sich der Durchgang auf ca. 1m verbreitern.

Die ebenfalls etwas einengende »Kofferablage« im Schlafbereich, lässt sich notfalls verrücken.

 

  Schwellen zum Zimmer!

An den Zimmereingängen im Obzor Beach sind teils recht hohe Schwellen zu bewältigen... im (älteren) Izgrev sind diese erstaunlicherweise nicht vorhanden.

Ein »Glücksspiel« im Obzor Beach:
Teils sind die Schwellen zum Zimmer sehr niedrig, teils sehr hoch (im Bild eine Zigarettenschachtel vor einer mittelhohen Zimmerschwelle).

Schwelle vor Zimmereingang

Zimmerflur Der Zimmerflur!

An einer Seite des Flures ist eine Schrankwand (mit Schwingtüren) aber erreichbaren Ablagefächern, an der anderen die nur sehr schmale Tür zum Badezimmer.

Ein Wenden im Flur ist nur sehr umständlich möglich.

 

  Die Badezimmertür!

Die Tür zum Badezimmer ist nur ca. 60 cm breit!

Die Eigenart, dass in der bulgarischen Bauweise Türen allgemein recht schmal angelegt sind, trifft auch hier zu!

Mit einem breiteren Rollstuhl hat man hier keine Chance, diesen Engpass zu bewältigen.

Badezimmertür

Der Waschtisch Der Waschtisch!

Hat man die Badezimmertür passieren können, hat man Zugang zu einem unterfahrbaren Waschtisch, der leider keine Haltegriffe aufweist.

Dafür ist das Badezimmer geräumig genug, um darin rangieren zu können.

 

  Die Toilette!

Die Zimmertoilette ist nur von einer Seite anfahrbar (aufgrund der Tür -siehe Bild-) und hat leider keine separaten Haltegriffe.

Das Zimmer-WC

Die Badewanne Die Badewanne!

Die Badewanne hat erreichbar tiefe Haltegriffe und ist erfreulich niedrig.

Die Armaturen sind gut bedienbar, nur die Duschbrausenhalterung ist viel zu hoch angebracht.

 

  Der Zimmerbalkon!

Der Balkon ist sehr klein, die Trocknerhalterung ist dennoch erreichbar, wenn man vorher alles Mobiliar zur Seite schafft.

Da man dafür aber keinen Platz hat, bleibt dem rollstuhlfahrenden Gast i.d.R. nur der Platz an der Stirnseite des Tisches vorbehalten...

Der Balkon

Schwelle vor dem Balkon ...wenn man es geschafft hat!

Der Zugang zum Balkon erfolgt über eine ca. 4 cm hohe Schwelle.

Weil man anschließend aber unmittelbar an das Geländer stößt, ist die Rangiermöglichkeit nur sehr eingeschränkt.

 

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Hotelpool

 
  Die zwei Hotelpools!

Der  zentrale Pool ist der des Izgrev in der Mitte des Hotelkomplexes. Hier findet auch das tägliche Animations-Bingo-Spiel statt.

Der Ausgang zur Promenade (rechts im Hintergrund) ist nur über eine Stufe möglich. Links im Hintergrund findet man ebenerdigen Zugang zum Innenpool.

Die Brücke über den Pool ist steiler als sie vielleicht aussehen mag und nur mit Hilfestellung zu bewältigen. Nicht alle Liegeplätze sind anfahrbar.

Anmerkung:
Dieser Hauptpool liegt bereits in den frühen Nachmittagsstunden im Schatten, so dass Sonnenbaden hier zwecklos wird.

Direkt neben der Stirnseite des »Obzor Beach« in Richtung Zentrum gibt es einen weiteren Pool (der auch länger dem Sonnenschein ausgesetzt ist)... nur wussten erstaunlicherweise die wenigsten Gäste, dass dieser ebenfalls zum Hotel gehört (mangels Kennzeichnung!).

Der Weg dorthin führt vom Haupteingang hinaus -außen am Hotel-Restaurant vorbei- über eine etwas ansteigende Nebenstraße.

Der zentrale Pool

Der Innenpool Der Innenpool!

Der Innenpool bietet jederzeit eine »kühle« Erfrischung (da er nicht beheizt ist), so dass er nur spärlich aufgesucht wird und man ihn nahezu immer für sich alleine hat.

Es gibt einen Einstieg mit Treppenstufen und Handläufen (Vordergrund) und eine Leitertreppe (Hintergrund).

 

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Promenade

 
  Die (Ufer-)Promenade!

Die Promenade wird tagsüber von »Bimmelbahnen« befahren und ist eine stufenlose einfache Betonstraße, die gut befahrbar ist.

Beiderseits reihen sich unzählige Verkaufsstände und Restaurants aneinander, die jedoch nicht alle per Rolli erreichbar sind, da viele höhere Absätze oder Stufen aufweisen.
Obligatorische Feilsch-Versuche werden dadurch erschwert, dass fast alle Verkaufsstände in kommerziellen Ketten organisiert sind... billige Fälschungen von Markenprodukten gibt es jedoch zuhauf.

Die Promenade führt teilweise am Strand entlang, die Einstiege dorthin weisen jedoch (außer im äußersten Norden) durchweg Stufen auf, da der Strand tiefer gelegen ist. Direkt im belebten Zentrum des Goldstrandes gibt es zwar Kunststofframpen am Strand, die jedoch mittendrin enden.

Die Promenade des Goldstrandes

Rampe-befahrbar Provisorische Rampen im Zentrum!

Im Zentrum des Goldstrandes gibt es teilweise Rampen auf die Gehsteige, die jedoch etwas »provisorisch« anmuten.

Der weitere ebenerdige Weg auf der Uferstraße wird dadurch erschwert, dass ab dem Zentrum in Richtung Süden auch Fahrzeugverkehr, Busse und Taxen zugelassen sind.

 

  Rampen ja, Zugang Nein!

Entlang der Promenade/Uferstraße finden sich immer wieder Rampen. An sich löblich... nur sind diese teilweise dermaßen steil und glatt, dass man sogar als Fußgänger nur mit Anlauf den Aufstieg schafft... bis zu einer anschließenden Treppe.

Viele wichtige Geschäfte, wie z.B. Apotheken oder Supermärkte sind somit für einen Rollifahrer ohne Begleitperson nicht erreichbar.

Rampe-unmöglich

Die Promenadenbahn Bimmelbahn!

Es verkehren (ca. halbstündlich) entlang der Promenade einige Minibahnen, die jeweils bis zum Zentrum führen.

Diese sind sehr eng bemessen und ohne tatkräftige Hilfestellung nicht zu besteigen. Das »Bahnpersonal« kassierte zwar korrekt, machte aber keine Anstalten für eine Hilfestellung.

Da die Minibahnen meist recht schnell von etlichen Touristen frequentiert werden, empfiehlt sich ein evtl. Einsteig (rechtzeitig vor Abfahrt) nur an den Endhaltestellen, um ausreichend Platz zu finden.

Vom Hotel Obzor Beach aus, ist die nächste Endhaltestelle ca. 300 Meter entfernt.

 

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Strand

 
  Der Goldstrand (Slatni Pjassazi / Golden Sands)!

Piraten, so erzählt eine Legende, vergruben hier einst geraubte Schätze, die sich mit der Zeit zu goldenem Sand zersetzten... wir haben daher leider kein Gold mehr finden können!

Der Strand erstreckt sich über 4 km und ist fast durchweg ca. 50 - 100 Meter breit (im Zentrum etwas breiter). Er ist feinsandig und mündet in ein schnell tiefer werdendes Schwarzes Meer.

Das Meer ist in der Regel ruhig mit leichter Brandung, leider aber auch teils mit Quallen durchsetzt, wenn man genauer hinschaut. Das spricht zwar an sich für die recht gute Wasserqualität, stört aber gelegentlich durch kleinere Rötungen auf der Haut doch ein wenig.

Wer »Quallenbabys« aus der Nähe studieren möchte, findet übrigens am Yachthafen gute Voraussetzungen hierfür. Von hier aus hat man auch einen guten Überblick über den gesamten Goldstrand.

Der Goldstrand

Ein Strandzugang Zugang zum Strand...

Ein Zugang zum Strand (gegenüber des Izgrev & Obzor Beach) ist deutlich gekennzeichnet und oft fotografiert.

Die sehr gepflegten Blumenbankette wirken verheißungsvoll...

 

  ... mit Hindernissen!

Das Dumme hierbei ist nur, dass auf der Strandseite eine Holztreppe lauert, die sich mit einem Rollstuhl nicht überwinden lässt.

Schade eigentlich!

Treppe zum Strand

Der behindertengrechte Strandzugang Am Strand!

Am nördlichen Ende des Goldstrandes (kurz vor dem Yachthafen) gibt es den einzigen ausgewiesenen Strandzugang für Rollstuhlfahrer, der ausnahmsweise nicht durch eine Mauer künstlich von der Promenade abgetrennt ist.

Ein guter Ansatz!
Warum die Holzrampe aber schon nach 5 Metern wieder aufhört, bleibt ein Rätsel!

Das in der Nähe stehende -hier nicht sichtbare- Schild, das die Einhaltung der "Blue Flag"-Kriterien verkündet (u.a. behindertengerechter Zugang), führt sich somit selbst ad absurdum!

Immerhin ist hier (mit Hilfestellung) ein direkter Weg zum Meer möglich, da eine Gasse freigehalten werden muss.

 

  Wind und Wellen!

Das Schwarze Meer ist hier normalerweise eher ruhig und weist keine starke Brandung auf.

Wenn sich aber (im fast wöchentlichen Turnus) Regen ankündigt, wird aus dem leichten Wellengang kurzerhand eine gefährliche Brandung, die unbesorgten Badespaß unmöglich macht.

Wellengang im Schwarzen Meer

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Unterwegs

 
Das Amphitheater am nördlichen Ende des Goldstrandes Das »Amfitheatre«!

Am nördliche Ende des Goldstrandes, direkt neben dem Yachthafen, befindet sich eine Schaubühne im klassischen Stil, auf der regelmäßig kulturelle Veranstaltungen stattfinden, etwa folkloristische Aufführungen.

Es gibt zwar Ermäßigungen für Rollifahrer, ein Platznehmen auf den Holzbänken ist aber nicht möglich (Stufen), so dass man das Spektakel vom Eingangsbereich aus verfolgen muss.

 

  Im Zentrum des Goldstrandes!

Das Zentrum des Goldstrandes besteht aus zahlreichen Verkaufsständen jeglicher Art, die den Bedarf an Souvenirs, Speisen und Getränken mehr als decken sollen.

Der Bodenbelag besteht größtenteils aus flachem Kopfsteinpflaster und ist daher gut befahrbar.

Die Durchgänge sind teilweise recht eng, die meisten Stände sind jedoch auch per Rolli erreichbar. Hier findet man fast durchweg alle obligatorischen Touristensnacks und lieblosen Industrie-Cocktails vor...

...etwas abseits des Zentrums befinden sich aber auch "normale" Restaurants und günstigere Einkaufsgelegenheiten.

Verkaufsstände im Strandzentrum

Rampe im Strandzentrum In der Falle!

Wer einmal das "Verkaufs-" Zentrum betreten hat, findet leider keinen alternativen Ausgang mehr hinaus.

Obligatorische Rampen neben den üblichen Treppen gibt es zwar manchmal, aber wer diese meistern möchte, sollte zumindest über Superkräfte und absolut rutschfreies Schuh-/Fahrwerk verfügen!

Die vorhandenen Rampen wirken mehr als lieblos... von einem »Mitdenken« ganz zu schweigen, denn das erfordert etwas mehr als Beton eine Treppe hinunter zu gießen (kennt man aber auch manchmal aus dem Mittelmeer-Raum)!

Der einzige Ausgang ist daher der Eingang zum Zentrum, was leider einen erheblichen Umweg erforderlich macht.

 

  Preisniveau!

Das wird wohl ein Hauptgrund für viele Reisende sein, Bulgarien zu besuchen. Zu recht, denn das Preisniveau ist für hiesige Verhältnisse sehr günstig!

Die gewohnten Euro-Preise kann man hier grob halbieren... dann liegt man in der Regel richtig. Wo sonst bekommt man z.B. ein großes Bier (0,5 l) und eine Flasche Mineralwasser in einem Straßenrestaurant (hier: in der Stadt Varna) für umgerechnet ca. 1 €?

Wie fast überall gilt hier:
Je weiter man sich von den Touristenzentren wegbewegt desto besser wird das Preisniveau!
In den bulgarischen Städten findet man die günstigsten Preise, auch zum Umtausch von Euros in bulgarische Lew.

Dass abseits der Touristenzentren kaum jemand englisch (geschweige denn deutsch) spricht und die kyrillische Schrift vorherrscht, muss man dabei eben in Kauf nehmen! Wozu hat man denn sonst »Hände, Füße oder Zeichensprache« zur Verständigung?

Günstige Preise

Regen regelmäßig Regenwetter!

Das empfanden wir als das größte Manko in Bulgarien:
Die fehlende Schönwetter-Garantie, sogar im Sommer!

Turnusmäßig wechselten sich Sonnentage mit (kühleren) Regentagen ab. Das lässt ein heimisches Gefühl aufkommen... man kann aber auch Glück haben.

Und man hat endlich einmal reichlich Platz am Strand...

 
 
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Kurzes Fazit:

"Das Hotel Iberostar Obzor Beach (& Izgrev) ist eines der besten am Goldstrand und daher auch bestimmt rolligerecht ... am Eingang ist ja auch eine Rampe!" (Original-Aussage der Behinderten-Service-Hotline des größten deutschen Reiseveranstalters).

Dennoch sind viel zu schmale Türen (Badezimmer), ein nicht ebenerdig haltender Hauptlift mit viel zu kurzen "Öffnungszeiten", ein sehr enger Balkon mit Schwelle, fehlende Behinderten-WC´s im Hotelbereich, teils sehr hohe Eingangsschwellen zu den Zimmern (im Obzor Beach) und keinerlei Zugangsmöglichkeiten zur beworbenen Panorama-Bar, dem Fitness- und Wellness-Bereich nicht unbedingt Fakten, die diese Behauptung unterstützen!


Bulgarien und der Goldstrand sind dennoch (noch) billig für den Euro-Bürger, keine Frage!
Aber man sollte sich bewusst sein, dass der Standard vom dem anderer europäischer Urlaubsziele erkennbar abweicht.

Einige Besonderheiten des Goldstrandes sollte man zudem bedenken:
- Aufenthalt in einer Art "Urlauber-Reservation", abgetrennt von der normalen Besiedlung
- ein hygienischer Standard an vielen Verkaufsständen,
  der zumindest zur Vorsicht raten lässt
- Rollstuhltauglichkeit des Strandes ist nicht gegeben
  (trotz eines schönen "Blue Flag"-Schildes)

... und vor allem (leider) keine gewohnte "Schönwetter-Garantie" für den Sommerurlaub!


Wem dies alles nichts ausmacht und wer vor allem einen recht billigen Urlaub verleben möchte, der ist mit dem Urlaubsziel Bulgarien/Goldstrand dennoch gut bedient!
Das Preisniveau dort lässt sogar bekannte "Billig-Länder", wie etwa Tunesien oder die Türkei teuer erscheinen!


Devisen tauscht man besser direkt vor Ort... dort ist der Wechselkurs wesentlich besser als bei den heimischen Banken (in den Städten, wie etwa Varna noch etwas besser als direkt in den Urlaubsregionen).

Für den möglichen Krankheitsfall empfiehlt sich unbedingt eine zusätzliche Reisekrankenversicherung, weil die deutschen Krankenversicherer in Bulgarien z. Zt. nicht leisten (mangels Sozialversicherungsabkommen) und eine Arztvisite pauschal mit jeweils ca. 50-60 Euro zu Buche schlägt (Stand 2004).
Ein Arzt, den auch wir leider erstmals konsultieren mussten, verriet uns, dass regelmäßig hunderte Gäste an Magen-/Darmproblemen erkranken... Ursache unbekannt!

Für Ausflugstouren ins Landesinnere sollte für einen Rollstuhlfahrer, wenn möglich eine Begleitung mit vor Ort sein, da der Zustand der bulgarischen Bausubstanz (Gehwege, Rampen etc.) zum Teil deutlich zu wünschen übrig lässt.

Kurios:
Landestypisch gilt ein Kopfschütteln als "Ja" und Kopfnicken als "Nein"!
Außerhalb der Touristenzentren sollte man als West-Europäer daher umdenken, um keine Missverständnisse entstehen zu lassen...

Animation Mädchen im Pool


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