Recht auf Reisebegleitung:

 

 

"Körperbehinderte, die auf eine ständige Begleitung angewiesen sind, können die bei Urlaubsreisen entstandenen Mehraufwendungen für eine Begleitperson steuerlich absetzen!"

Eine entsprechende Entscheidung hat der Bundesfinanzhof (BFH) in München gefällt (Az.: II R 58/98).

Im vorliegenden Fall stritt sich ein schwer körperbehinderter Kläger mit seinem Finanzamt vor Gericht um die Absetzbarkeit von Kosten für seine Reisebegleitung. Der BFH gab dem Kläger Recht.


Für alle, die auf eine Reisebegleitung angewiesen sind, ein akzeptables Urteil, denn die Kosten für die Reisebegleitperson (Ehegatte, Lebensgefährte, Freund, Bekannter, Nachbar usw.) sind somit in der Einkommensteuererklärung des Reisejahres als "Außergewöhnliche Belastung" absetzbar!

Bei der Bestimmung der Höhe gilt als Orientierung der Betrag, den ein Bürger durchschnittlich im Jahr für Urlaub ausgibt:

  • Im Regelfall wird als Höchstgrenze der steuerlichen Erstattung für eine Begleitperson ein Betrag von ca. 700 Euro vom Finanzamt anerkannt!

Als Nachweis dienen hierbei:

  • Der Behindertenausweis mit dem maßgeblichen Eintrag, bzw. Kürzel "H" ("auf Hilfe angewiesen/hilfsbedürftig")

  • Die Buchungsunterlagen (deshalb gut aufbewahren!), bei denen der/die Rollifahrer/in der Reisevertragspartner ist!

Symbol einer Glühbirne als HinweisAber richtig buchen!

  • Die nächste begleitete Reise sollte daher auf den Namen des behinderten Reiseteilnehmers gebucht werden, damit dieser die entstandenen Kosten für die Reisebegleitung steuerlich geltend machen kann!
     

Vor diesem (finanziellen) Hintergrund rückt das Ziel "Urlaub mit Rollstuhl" manchmal schon eher in greifbare Nähe.
Dass dies grundsätzlich kein Problem darstellt, lässt sich auch unseren Reiseberichten gut entnehmen...

... und mit dem so "eingesparten" Geld, lässt sich vielleicht doch noch so mancher Wunsch erfüllen!, z.B... -->

 

 

Symbol einer Glühbirne als HinweisApropos Steuererklärung!

...und wenn man schon einmal bei der Steuererklärung ist, sollte man auch an Dinge, wie die erhöhte Kilometerpauschale für Behinderte, bzw. den Pflegepauschbetrag (für den Partner/die Pflegeperson) denken, solange es dieses noch gibt!


Rechtliche Anmerkung:
Die oben genannten Hinweise stellen keine Rechtsberatung dar und ersetzen eine solche nicht; im konkreten Fall ist ggf. ein zugelassener Rechtsanwalt hinzuzuziehen.


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